Mobile-Legenden-Logo

Mobile Legenden - 4. Oldtimer- und Luftfahrtfestival

Eutingen im Gäu - 17. Juli 2016

Titelbild

Faszination Fliegen

Wer spektakuläre Kunstflugshows von Nahem erleben möchte, ist bei "Mobile Legenden" genau richtig. Hier stehen nicht allein die kunstvollen Manöver der Piloten im Mittelpunkt - auch die Palette an Flugzeugen unterschiedlichster Epochen ist faszinierend und gewährt einen Einblick in die Geschichte der Luftfahrt.

Der Flugsportverein Rottenburg-Horb und die Hanns-Klemm Flugsportgruppe Böblingen organisieren auch dieses Jahr wieder ein eindrucksvolles Flugprogramm für die Besucher.

Free Fly-in für Piloten

Die Piloten zeitgenössischer Flugzeuge sind ebenso willkommen wie die von Oldtimer-Flugzeugen und können mit bis zu zwei Tonnen Gewicht, mit formloser vorheriger Anmeldung bis zu 5,7 Tonnen, ohne Landegebühr einfliegen. Dasselbe gilt für Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge. Platzfrequenz ist 129,975.

Mobile Legenden 2016 - das Flugprogramm (tabellarisch)

Sonntag, 17. Juli 2016, 10.30 Uhr - ca. 12.30 Uhr
(Stand: Mai 2016, Änderungen vorbehalten)
Flugzeug Pilot
Fournier RF-4 KunstflugChristian Zok
Extra 330 KunstflugThomas Bader
Segelkunstflug Pilatus B4 PC-11Bernd Brodbeck
AV-36 SegelkunstflugStefan Zistler
Jak-50 und Jak-52 Formation 3 StückVolker Erndt, Thomas Deuster und Patrick Behr
Jak-52Ralf Borger
CriCriGuido Lutz
ModellflugMFV Ergenzingen
Sonntag, 17. Juli 2016, 13.30 Uhr - ca. 17.00 Uhr
(Stand: Mai 2016, Änderungen vorbehalten)
Flugzeug Pilot
SG38Lars Kirn
Fournier RF-4 KunstflugChristian Zok
Extra 330 KunstflugThomas Bader
Segelkunstflug Pilatus B4 PC-11Bernd Brodbeck
Jak-52Ralf Borger
AV-36 SegelkunstflugStefan Zistler
P-51 in Formation mit P541Wilhelm Heinz
Jak-50 und Jak-52 Formation 3 StückVolker Erndt, Thomas Deuster und Patrick Behr
CriCriGuido Lutz
ModellflugMFV Ergenzingen
BallonstartFabian Bär

Mobile Legenden 2016 - die Flugzeuggalerie

CriCri

CriCri

„Cri-Cri“ bedeutet auf Französisch „die Grille“ - dass so etwas fliegt, lässt staunen: Das kleinste zweimotorige Flugzeug der Welt ist meist leichter als sein Pilot und wiegt leer gerade einmal 63 Kilogramm. Und doch handelt es sich nicht um ein Ultraleichtflugzeug. Der erste Prototyp wurde mit zwei Kettensägenmotoren angetrieben, da der geplante 15-Kilowatt-Motor noch nicht verfügbar war. Die ersten Gedanken hatte sich der französische Aerodynamik-Ingenieur Michel Colomban schon 1957 gemacht, aber erst 1973 kam es zum Jungfernflug. Auf und über dem Eutinger Flugplatz ist das „Flugzeug für die Westentasche“ in Aktion zu bewundern.

Extra 330

Extra 330

Die Extra 330 ist ein Sport- und Kunstflugflugzeug. Es wurde als Hochleistungsflugzeug für den Wettbewerbs-Kunstflug entwickelt und ist eines der wenigen Flugzeuge, das heute in der Unlimited-Kategorie konkurrenzfähig ist. Die Extra 330 wurde 1988 erstmals vorgestellt und wird seitdem in vielen verschiedenen Ausführungen sowohl einsitzig als auch zweisitzig hergestellt.

Fauvel AV-36 CR

Fauvel AV-36 CR

Das einsitzige, schwanzlose Segelflugzeug Fauvel AV-36 ist der wohl bekannteste Nurflügler des französischen Konstrukteurs Charles Fauvel (1904-1979). Fauvel entwarf das ungewöhnliche Flugzeug (AV Aile Volante = fliegender Flügel) zusammen mit seinem Sohn Jean Anfang der 1950er Jahre. Die Fauvel AV-36, eine leichte Holzkonstruktion mit einem ungepfeilten Trapezflügel, hatte allerdings für ein Nurflügelflugzeug ausgesprochen gute Flugeigenschaften und war in ihren Flugleistungen den zeitgenössischen Schwanzflugzeugen vergleichbar. Sie war einfach zu fliegen und fand deshalb vielfach als Übungsflugzeug Verwendung. Darüber hinaus bewährte sie sich im Kunstflug. Die sonst durch das Leitwerk erzeugte Längsstabilität wurde dabei durch ein besonderes Flügelprofil mit hochgezogener Hinterkante, ein so genanntes S-Schlag-Profil, gewährleistet. Bis 1959 entstanden über 100 Exemplare in verschiedenen Ländern. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber dem Nurflügler und gründlicher Neuerprobung nahm die Firma Hermann Frebel in Nabern/Teck ab 1955 auch in Deutschland die Serienfertigung auf.

Fournier RF-4

Fournier RF-4

Der einsitzige Motorsegler Fournier RF-4 wurde 1966 von René Fournier entwickelt und in den Jahren 1968 bis 1970 in rund 140 Exemplaren gebaut. In Deutschland sind etwa 50 Stück registriert. Die RF-4 wird auch „Avion-Planeur“ genannt und kann sowohl als Motor- als auch als Segelflugzeug betrieben werden. Die Maschine hat eine Reisegeschwindigkeit von 180 km/h und eine Reichweite von 650 Kilometern. Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin RF-3 ist sie für den Kunstflug zugelassen Christian Zok zeigt, was in dem kleinen Motorsegler steckt.

Jakowlew Jak-52

Jakowlew Jak-52

Gleich im Dreierpack sind die eindrucksvollen russischen Militär- und Kunstflug-Trainingsflugzeuge aus den späten Siebzigerjahren auf den Mobilen Legenden 2016 zu Gast. Die zweisitzige Jak-52 wurde in der damaligen Sowjetunion entwickelt, dann aber bei der rumänischen Firma Intrepinderea de Avioane Bacau ab 1979 in Serie gefertigt. Bis 1994 wurden rund 1800 Exemplare gebaut. Die Firma heißt heute Aerostar S. A. und baut heute noch Einzelstücke auf Nachfrage. Mit ihren 360 PS Motorleistung wird die Jak-52 bis zu 420 km/h schnell, die Reisegeschwindigkeit beträgt 250 bis 300 km/h. Bei den Mobilen Legenden zeigen die Piloten Kunst- und Formationsflüge.

Mustang P-51

Mustang P-51

Die amerikanische Mustang P51 war im Zweiten Weltkrieg ein gefürchtetes Kampfflugzeug, das seinen Gegnern oft weit überlegen war, wegen ihrer großen Reichweite, ihrer hohen Geschwindigkeit und ihrer guten Manövrierfähigkeit im Hochgeschwindigkeitsbereich und in großer Flughöhe. "Um ihre Bewaffnung herum ist rein zufällig eines der besten und schönsten Flugzeuge aller Zeiten entstanden", schwärmt der Pilot Wilhelm Heinz, der mit seiner Mustang P-51 Baujahr 1944 mit dem Namen "Louisiana Kid" über das Eutinger Flugfeld donnert. Die fliegende Legende ist ein Kraftpaket und kommt mit ihrem 1600 PS starken Motor auf höllische 812 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Pilatus B4 PC-11

Pilatus B4 PC-11

Das Segelflugzeug Pilatus B4 PC-11 stammt aus den 70er Jahren und wird heute nicht mehr hergestellt. Das Kunstflugzeug aus Aluminium startet in Eutingen mit Rauchpatronen an den Tragflächen - ein eindrucksvoller Effekt.

SG 38

Schulgleiter SG38

Der Schulgleiter SG38 ist wahrscheinlich das am weitesten verbreitete Flugzeug der Alleinflugausbildung der 1940er-Jahre. Dieses Gleitflugzeug wurde 1936 entwickelt und ab 1938 in großer Stückzahl sowohl im Amateur- als auch im Industriebau hergestellt. Der Gleiter wurde hauptsächlich zur Anfängerschulung eingesetzt. Tausende Piloten machten ihre ersten Flugerfahrungen auf einem SG38!

Modellflug

Modellflug

Zuerst sieht man ihnen nicht an, dass es nur Modelle sind. Sie wirken wie echte Kunstflugzeuge und klingen auch so. Bei längerem Zuschauen fällt auf, dass sie für ihre Größe unglaublich schnell sind und Manöver vollziehen, die kein normales Flugzeug schafft, zum Beispiel senkrecht in der Luft zu stehen. Der MFV Ergenzingen präsentiert seine mannsgroßen Modellflugzeuge mit atemberaubenden Flugvorführungen.

Heißluftballon

Alles heiße Luft!

Bei guten Wetterbedingungen steigt - nach Veranstaltungsende - gegen 18.30 Uhr ein Heißluftballon in den Abendhimmel auf. Beobachten Sie die Mannschaft beim Aufbau und erleben Sie zum Ausklang des Oldtimer- und Flugtags den immer wieder stimmungsvollen Ballonstart mit.

nach oben